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Staatsräson
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Der Begriff der Staatsräson (IPA: [], ; auch: Staatsraison) wird in der politischen Ideengeschichte seit der Renaissance (Machiavelli) mit verschiedenen Bedeutungen verbunden. Meist geht es dabei um die Frage der Begrßndung eines Staates, dessen Sicherheit und Selbstbehauptung, oder um eine konkrete staatliche Herrschaft (Souverän) oder Herrschaftsform (Demokratie, Monarchie etc.) sowie deren Durchsetzung. Staatsräson kann dabei entweder begrßndungsfrei, einzig auf Machtdurchsetzung beruhend, oder aber inhaltlich begrßndet und auf Werte bezogen verstanden werden. In diesem Sinn ist die Staatsräson ein vernunftgeleitetes Interessenskalkßl einer Regierung, unabhängig von der Regierungsform.
Contents
⢠Definitionen
⢠Machiavelli
⢠20. Jahrhundert
⢠Literatur
⢠Medien
⢠Weblinks
⢠Einzelnachweise
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Definitionen
⢠Das Lexikon der Politik von 2007 definiert den Begriff âStaatsräsonâ als ein âin der italienischen Renaissance (vor allem Machiavelli) erstmals auf den Begriff gebrachtes, grundsätzliches Orientierungs- und Handlungsprinzip, welches die Erhaltung des Staates bzw. der staatlichen Autorität und/oder sogar deren Steigerung zur entscheidenden politischen Maxime erklärt. [âŚ]âcite-ref-2[2]
⢠Alternativ bietet das WÜrterbuch zur Politik drei verschiedene Definitionen der Staatsräson:
⢠Als erstes wird Staatsräson als âVorrang der Staatsinteressen vor allen anderen Interessenâ interpretiert,
⢠eine zweite Definition sieht Staatsräson als âStaatsnotwendigkeit, im Gegensatz zur individuellen Vernunft und Notwendigkeitâ.
⢠Eine dritte Unterscheidung erkennt in ihr einen âGrundsatz, dem zufolge oberster MaĂstab staatlichen Handelns die Wahrung und Vermehrung des Nutzens des Staates ist, auch unter Inkaufnahme der Verletzung von Moral- und Rechtsvorschriftenâ.cite-ref-3[3]
⢠Das âJunge Politik-Lexikonâ (Bundeszentrale fĂźr politische Bildung) schlägt 2023 vor, Staatsräson als die Forderung zu verstehen, dass der Staat sich gegen Verbrechen erfolgreich durchsetzen muss, um u. a. Erpressung und Nachahmung zu verhindern.cite-ref-4[4]
Begriffsgeschichte
Machiavelli
Als bedeutendster Verfechter der Idee der Staatsräson gilt der florentinische Staatsdenker Niccolò Machiavelli mit seiner âTheorie der Staatsräsonâ, welche sich der ratio statĹŤs widmete.cite-ref-5[5] Machiavelli verklausulierte jedoch die als Arkanwissen geltende Strategie der Herrschaftserhaltung, indem er sich der nicht ganz eindeutigen Begriffskonstruktion mantenere lo stato bediente â also von der Aufrechterhaltung des Staates (auch Zustandes der Herrschaft/Regierung) sprach. DemgegenĂźber gilt sein Landsmann Giovanni Botero rund 60 Jahre nach Machiavellis Tod als geistiger Urheber des Begriffes der Staatsräson. In seiner Schrift Della Ragion di Stato 1589 hat Botero als erster kritisch den Versuch unternommen zu definieren, was unter Staatsräson im Sinne der zeitgenĂśssischen ragion di stato zu verstehen sei. Botero bezeichnete den Staat als eine âauf Dauer gestellte Herrschaft Ăźber ein Volkâ und die Staatsräson als âKenntnis der Mittel, die zur GrĂźndung, Erhaltung und Erweiterung dieser Herrschaft vonnĂśten sind.âcite-ref-meyers45-6-0[6]
Der Terminus Staatsräson ist hier zum Synonym fĂźr eine politische Klugheitslehre, eine Strategie des prudenter loco et tempore (âmit praktischem Verstand fĂźr Ort und Zeitâ) geworden. Wolfgang Kerstingcite-ref-7[7] stellt unter Verweis auf Machiavelli Staatsräson als eine âRangordnungsregel fĂźr Interessens- und Rechtskollisionenâ dar. Damit sei zumeist die klassische Dreiheit âvoluntas, necessitas und utilitasâ (âWille, Notwendigkeit, NĂźtzlichkeitâ) als LegitimationsgrĂśĂen staatlicher Handlungen gemeint.
17. und 18. Jahrhundert
In Deutschland wurde der Begriff der Staatsräson erst nach dem Ende des DreiĂigjährigen Krieges in den politischen Diskurs eingefĂźhrt, nachdem die einzelnen deutschen FĂźrsten nunmehr jeweils absolutistisch in Nachahmung des franzĂśsischen SonnenkĂśnigs Ludwig XIV. regierten, den Kaiser nur noch formell anerkannten und auch alle religiĂśsen und moralischen Fragen selbst entscheiden wollten.
Joseph von Eichendorff schreibt, dass âdie sogenannte âStaatsraisonâ, ein diplomatisches Schachspiel verhĂźllter Intentionenâ, damals âin der Politik an die Stelle der christlichen Moralâ getreten sei.cite-ref-8[8] Er stellt Herzog Anton Ulrich von Braunschweig (1633â1714) als einen Protagonisten der Staatsräson dar: Der Herzog, welcher Braunschweig erst gewaltsam erobert und dann zum Zweck des Erwerbs von KĂśln den Glauben gewechselt hatte.
20. Jahrhundert
1924 meinte der Historiker Friedrich Meinecke, die Staatsräson diktiere dem Staat seine Gesetze und mache ihn dadurch frei.cite-ref-9[9] Zugespitzt in den Worten des Staatsrechtlers Helmut Rumpf: âIn der liberalen und naturrechtlichen Denktradition steht die Idee der Staatsräson im Gegensatz zur Idee des Rechts und des Rechtsstaats, sind Staatsräson und Rechtsstaat feindliche politische Leitbegriffe.âcite-ref-10[10] Herfried MĂźnkler widersprach Meinecke 1987, indem er den Begriff der Staatsräson auffasst âals eine politisch historische Konkretisierung des epochenĂźbergreifenden Problems, wie Macht und Recht, Zweck und Mittel, Ziel und Weg zusammenzudenken sindâ.cite-ref-11[11] Auch der Rechtshistoriker Michael Stolleis hält das Verständnis Meineckes fĂźr veraltet und âsehr durch die 1920er Jahre geprägtâ.cite-ref-12[12]cite-ref-13[13]
Nach dem im Grundgesetz von 1949 verankerten Rechtsstaatsprinzip ist âdie Gesetzgebung (âŚ) an die verfassungsmäĂige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung (âŚ) an Gesetz und Recht gebundenâ (Art. 20 Abs. 3 GG), insbesondere die âGrundrechte binden Gesetzgebung, vollziehende Gewalt und Rechtsprechung als unmittelbar geltendes Rechtâ (Art. 1 Abs. 3 GG).cite-ref-14[14] Im Hintergrund steht, dass der nationalsozialistische und der stalinistische Staatsterror die Orientierung an einer nicht durch Recht gebundenen Staatsräson diskreditiert haben.cite-ref-meyers45-6-1[6]
Erst der deutsch-US-amerikanische AuĂenpolitiker und Politikwissenschaftler Henry Kissinger entwickelte fĂźr die USA als einen modernen Verfassungsstaat in den 1970er Jahren wieder eine Realpolitik, die Interessen Ăźber Werte stellte und VerbĂźndete nicht nach ihrer Menschenrechtsbilanz beurteilte;cite-ref-15[15] Kissinger trug dazu bei, dass die Diskussion um den Begriff der Staatsräson im deutschen Sprachraum wieder auflebte.cite-ref-meyers45-6-2[6] Das âpolitische Problem der Staatsräsonâ meinte 1975 Roman Schnur gebe es zwar noch, doch sei sie ein Begriff von âhistorischer Konkretheitâ und habe âanderen tragenden Begriffen Platz gemachtâ.cite-ref-16[16]
In ihren Memoirencite-ref-17[17] erläuterte die Altbundeskanzlerin Angela Merkel 2024, dass der Begriff der Staatsräson in der CDU schon frĂźher ein gängiger Begriff gewesen sei; âin gewisser Weise war es CDU-Spracheâ.cite-ref-merkel-18-0[18] Das Wort Staatsräson, schreibt Merkel unter Verweis auf Helmut Kohl, der dies 1984 gesagt habe, drĂźcke âmehr und intensiver aus, als man in einer Nomenklatur, einer Verfassungsordnung formulieren kann (...) Hier verbinden sich die Grundwerte unserer freiheitlichen Verfassung, fĂźr die wir stehen, die wirtschaftlich-soziale Ordnung, in der wir leben, und die Sicherheit, die wir brauchen.âcite-ref-merkel-18-1[18] Der Begriff wird mithin eher im Sinne einer ratio essendi gebraucht, also dem, was zu den Grundlagen im Selbstverständnis eines Gemeinwesens gehĂśrt und dieses legitimiert.cite-ref-19[19]
Die Lexika der DDR von 1969 und 1973 fĂźhren den Begriff Staatsräson nicht auf. Der Staat wird als âOrgan der Klassenherrschaftâ und âMachtinstrument der herrschenden Klasseâ definiert.cite-ref-20[20] Der sozialistische Staat sei folglich âseinem Klassenwesen nach Diktatur des Proletariatsâ und der sozialistische Staatsapparat diene âdem im Interesse des Volkes liegenden gesellschaftlichen Fortschritt. âcite-ref-21[21] Auch wenn es daher den Ausdruck im offiziellen Wortschatz nicht gab, verstand die Ideologie der [SED] die DDR als sozialistischen Staat und âdas entscheidende politische Machtinstrumentâ in den Händen der âmarxistisch-leninistischen Parteiâ, notwendig um die âDiktatur des Proletariatsâ, die sozialistische, später kommunistische Gesellschaft âohne Sonderinteressenâ aufzubauen,cite-ref-22[22] was durchaus einer Definition von Staatsräson nahekommt.cite-ref-23[23] âAbsolutistische und später totalitäre Regime pochten gern auf die Staatsräson. Diese gehe im Zweifel allem anderen vorâ, meinte 2019 auch S. Ulrich im Aktuellen Lexikon der SĂźddeutschen Zeitung.cite-ref-24[24]
Israel in der bundesdeutschen Staatsräson
Bei ihrem Staatsbesuch sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am 18. März 2008 in der Knesset: âDiese historische Verantwortung Deutschlands ist Teil der Staatsräson meines Landes. Das heiĂt, die Sicherheit Israels ist fĂźr mich als deutsche Bundeskanzlerin niemals verhandelbar.âcite-ref-25[25]cite-ref-26[26] Sie bekräftigte dies am 10. Oktober 2021 bei ihrem dortigen Abschiedsbesuch: â⌠die Sicherheit Israels ist Teil unserer Staatsräson und demnach mĂźssen wir auch handeln, selbst wenn wir unterschiedlicher Meinung in verschiedenen Einzelfragen sind.âcite-ref-27[27]
Schon fĂźr den ersten Bundeskanzler Konrad Adenauer war das Existenzrecht Israels als Folge der deutschen Verantwortung fĂźr den Holocaust und Ausdruck der Wiedergutmachung ähnlich zentral fĂźr die junge Bundesrepublik Deutschlandcite-ref-28[28] und im nationalen Interesse.cite-ref-29[29]cite-ref-30[30] Dies wurde zur Konstante in der deutschen AuĂenpolitik gegenĂźber Israel.cite-ref-31[31]cite-ref-bpb-32-0[32]cite-ref-33[33]cite-ref-34[34]cite-ref-bpb-32-1[32] Angesichts der fortschreitenden Europäisierung der deutschen Nahostpolitik entstand zunehmend die Notwendigkeit, die deutsche Staatsraison mit den Politiken der europäischen Partner abzustimmen.cite-ref-35[35]cite-ref-36[36]
Am 8. Oktober 2023 griff Bundeskanzler Olaf Scholz nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 Merkels Aussage auf, indem er â ohne ihre Einschränkung auf einen âTeilâ â sagte: âDie Sicherheit Israels ist deutsche Staatsräson.âcite-ref-37[37]cite-ref-38[38]
Angesichts des Vorgehens der israelischen Armee im Gazastreifen und im Westjordanland gab es zunehmend kritische Anfragen an die Verwendung des Begriffs der Staatsräson. Im Dezember 2023 reichte SĂźdafrika beim Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) eine Klage ein, in der es Israel beschuldigte, bei seinen Angriffen auf die Palästinenser im Gazastreifen gegen seine Verpflichtungen aus der VĂślkermordkonvention von 1948 verstoĂen zu haben. Im März 2024 reichte Nicaragua eine Klage gegen Deutschland vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) ein. Der Vorwurf: Berlin leiste durch Waffenlieferungen und enge politische Beziehungen zu Israel Beihilfe zum Genozid in Gaza. Es war das erste Mal, dass ein europäischer Staat fĂźr seine UnterstĂźtzung Israels vor dem hĂśchsten Gericht der Vereinten Nationen zur Verantwortung gezogen werden sollte.
Im Oktober 2025 verwies Bundeskanzler Friedrich Merz darauf, dass es keine bedingungslose UnterstĂźtzung fĂźr eine Regierung geben kĂśnne; zudem habe man Staatsräson âin der Regel fĂźr das eigene Land und nicht fĂźr andereâ.cite-ref-40[40]
Literatur
⢠Gßnther Heydemann, Eckart Klein (Hrsg.): Staatsräson in Deutschland. Schriftenreihe der Gesellschaft fßr Deutschlandforschung (GDF), Band 83. Duncker & Humblot, 2003. ISBN 978-3-428-11133-6 (historische Darstellung der Staatsräson in Deutschland vom deutschen Territorial- zum Nationalstaat in seinen unterschiedlichen Ausprägungen des Kaiserreichs, der Weimarer Republik und der nationalsozialistischen Diktatur, der daraus hervorgegangenen Teilung Deutschlands in Bundesrepublik und DDR bis zur Wiedervereinigung).
⢠Hans-Christian Crueger: Die auĂenpolitische Staatsräson der Bundesrepublik Deutschland: Theoretische Grundlagen und politikwissenschaftlicher Diskurs (= Beiträge zur politischen Wissenschaft. Band 171). Duncker & Humblot, 2012, ISBN 978-3-428-13785-5.cite-ref-41[41]
⢠Klaus Dieter Wolf: Staatsräson in der Bundesrepublik Deutschland. In: Kurt Graulich, Dieter Simon (Hrsg.): Terrorismus und Rechtsstaatlichkeit â Analysen, Handlungsoptionen, Perspektiven. Berlin 2007, Akademie Verlag, ISBN 978-3-05-004306-7
⢠Herfried Mßnkler:
⢠Im Namen des Staates. Die Begrßndung der Staatsräson in der Frßhen Neuzeit, Frankfurt/Main 1987 (Habilitation)
⢠Staatsräson und politische Klugheitslehre. In: Iring Fetscher, Herfried Mßnkler (Hrsg.): Pipers Handbuch der politischen Ideen. Band 3, Mßnchen/Zßrich 1985, ISBN 3-492-02953-1.
⢠Peter Nitschke: Staatsräson kontra Utopie. Von Thomas MĂźntzer bis Friedrich II. von PreuĂen. Stuttgart/Weimar 1995.
⢠Stefanie Kristina Werner: Staatsräson. In: Martin Warnke (Hrsg.): Bildhandbuch zur politischen Ikonographie. Mßnchen 2011, ISBN 978-3-406-57765-9.
⢠Urban Bacher: Israels Sicherheit als Deutsche Staatsräson - Ein Arbeitspapier zu einem erklärungsbedĂźrftigen Begriff im Lichte von Politik und Recht, in: Interdisciplinary Management Research XXI, Osijek 2025, ISSN 1847-0408, S. 393â410.
Medien
Weblinks
Wiktionary: Staatsräson
â Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Ăbersetzungen
⢠Literatur zum Thema Staatsräson im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
Einzelnachweise
cite-note-11. â Brockhaus Handbuch des Wissens in vier Bänden. 4. Band. Leipzig 1923, S. 245 f.
cite-note-22. â Dieter Nohlen (Hrsg.): Kleines Lexikon der Politik. Art. âStaatsräsonâ, Beck, MĂźnchen 2007.
cite-note-33. â Manfred G. Schmidt: WĂśrterbuch zur Politik. 3. Auflage. KrĂśner, 2010, ISBN 978-3-520-40403-9.
cite-note-44. â Gerd Schneider, Christiane Toyka-Seid: Staatsräson. In: Das junge Politik-Lexikon. Bundeszentrale fĂźr politische Bildung, abgerufen am 14. Oktober 2023.
cite-note-55. â Herbert KrĂźger: Allgemeine Staatslehre, 2. Auflage, Stuttgart, Berlin, KĂśln, Mainz 1966, Seite 14
cite-note-meyers45-66. â Meyers Grosses Taschenlexikon. Band 21, Mannheim / Wien / ZĂźrich 1981, S. 45.
cite-note-77. â zitiert in: Nicolas Stockhammer: Die Rationalität politischer Macht bei Thukydides, Machiavelli und Michel Foucault. Nomod, Baden-Baden 2009, ISBN 978-3-8329-2801-8.
cite-note-88. â Joseph von Eichendorff: Der deutsche Roman des 18. Jahrhunderts in seinem Verhältnis zum Christenthum. 2. Auflage. SchĂśningh, Paderborn 1866, S. 52.
cite-note-99. â Friedrich Meinecke: Die Idee der Staatsräson. 1924.
cite-note-1111. â Herfried MĂźnkler: Im Namen des Staates. Die BegrĂźndung der Staatsraison in der FrĂźhen Neuzeit. 1987, S. 18.
cite-note-1212. â Michael Stolleis: Staat und Staatsräson in der frĂźhen Neuzeit. 1990, S. 136 ff.
cite-note-1313. â vgl. Ronja von der Heydt: Wo liegen die UrsprĂźnge des Begriffes der Staatsräson, wie lässt er sich definieren und findet er heute noch eine korrekte Verwendung? Ein Anwendungsbeispiel anhand der Regierungsbildung der SPD 2017/2018. Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 19. Dezember 2018, S. 21 f.
cite-note-1414. â vgl. jedoch kritisch zum sog. Radikalenerlass Bernhard Blanke: Editorial: âStaatsräsonâ und demokratischer Rechtsstaat. Leviathan 1975, S. 153â169.
cite-note-1515. â Russell Crendall: America's Path from Malaise to Primacy. In: Survival. Band 59, Nr. 1 (Februar-März 2017), S. 149â160, 151 f.
cite-note-1616. â Roman Schnur: Staatsräson. Studien zur Geschichte eines politischen Begriffs. 1975. zit.nach: Helmut Rumpf: Die Staatsräson im Demokratischen Rechtsstaat. Duncker & Humblot, Berlin 1980.
cite-note-1717. â mit Beate Baumann: Freiheit. Erinnerungen 1954â2021. Kiepenheuer & Witsch, KĂśln 2024, ISBN 978-3-462-00513-4. (Memoiren)
cite-note-merkel-1818. â Merkel, Israel und die Staatsräson Matthias Wyssuwa, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 29. November 2024, abgerufen am 29. November 2024
cite-note-1919. â Christian Hillgruber: FĂźr eine Wehrhafte Verfassungsinterpretation. In: Hermann GrĂśhe, Christoph KannengieĂer (Hrsg.): Entscheidungen als Grundlage der Rechtsordnung. Mit Beiträgen von: Thomas de Maizière, JĂźrgen Gehb, Ulrich Palmer, Andreas Heusch, Christian Hillgruber, Hartmut Lang. Sankt Augustin/Berlin 2007, ISBN 978-3-939826-32-3, S. 85â104, 88.
cite-note-2020. â Meyers Kleines Lexikon. 3. Band. Leipzig 1969, S. 469.
cite-note-2121. â Kleines Politisches WĂśrterbuch. Berlin 1973, S. 813â815.
cite-note-2222. â Kleines Politisches WĂśrterbuch. Berlin 1973, (S. 168 ff.: âDiktatur des Proletariatsâ; S. 792 ff.: âsozialistischer Staatâ; S. 813â815: âStaatâ)
cite-note-2323. â Der Brockhaus in einem Band. 9. Auflage. Leipzig 2000, S. 862.
cite-note-2424. â Stefan Ulrich: Aktuelles Lexikon: Staatsräson. In: SĂźddeutsche Zeitung. 29. Mai 2019, S. 4.
cite-note-2525. â Bundesakademie: Konferenz: Die Bedeutung von âStaatsräsonâ am 9. Juni 2015., abgerufen am 18. Oktober 2021.
cite-note-2626. â Rede von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel vor der Knesset am 18. März 2008 in Jerusalem., abgerufen am 18. Oktober 2021.
cite-note-2727. â Tagesschau: Merkel in Israel am 11. Oktober 2021
cite-note-2828. â kritisch Meron Mendel: Israels Sicherheit als deutsche Staatsraison: Was ist das Postulat wert? Blätter, April 2023.
cite-note-2929. â Niels Hansen: Zur Politik Konrad Adenauers gegenĂźber Israel und den Juden: Moral als Staatsräson. Die Politische Meinung 2000, S. 25â33.
cite-note-3030. â Shimon Stein, Mordechay Lewy: Von Einzigartigkeit Ăźber Normalität zu Staatsräson: 50 Jahre diplomatische Beziehungen - Essay. Aus Politik und Zeitgeschichte, 30. Januar 2015.
cite-note-3131. â vgl. Rudolf DreĂler: Gesicherte Existenz Israels - Teil der deutschen Staatsräson - Essay. Aus Politik und Zeitgeschichte, 4. April 2005.
cite-note-bpb-3232. â Markus Kaim: Israels Sicherheit als deutsche Staatsräson: Was bedeutet das konkret? bei Bundeszentrale fĂźr politische Bildung am 30. Januar 2015. Abgerufen am 19. Oktober 2021.
cite-note-3333. â David Th. Schiller: Anfänge der RĂźstungskooperation zwischen Israel und der Bundesrepublik Deutschland in der Zeit vor der Aufnahme diplomatischer Beziehungen. In: Milena Uhlmann (Hrsg.): Die deutsch-israelischen Sicherheitsbeziehungen. Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft. Berlin 2008, S. 115â123.
cite-note-3434. â Muriel Asseburg, Jan Busse: Deutschlands Politik gegenĂźber Israel. In: Thomas Jäger, Alexander HĂśse, Kai Oppermann (Hrsg.): Deutsche AuĂenpolitik. Springer Verlag, 2001, S. 693â716 (PDF.)
cite-note-3535. â Patrick MĂźller: The Europeanization of Germanyâs Foreign Policy Towards the Israeli-Palestinian Conflict. Between Adaption to the EU and National Projection. in: Mediterranean Politics, 16 (2011) 3, S. 385â403.
cite-note-3636. â A. MĂśller: Nahostpolitik der EU. GroĂe HĂźttmann, Wehling: Das Europalexikon. 3. Auflage, Bonn 2020, Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH. PDF.
cite-note-3737. â Pressestatement von Bundeskanzler Scholz zur Lage in Israel am 7. Oktober 2023 in Berlin, abgerufen am 10. Oktober 2023.
cite-note-3838. â kritisch Edo Reents: FĂźr unsere Staatsräson kann sich Israel nichts kaufen, Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 28. Oktober 2023.
cite-note-4040. â Matthias Wyssuwa: Zweifel am Begriff. Merz, Israel und die deutsche âStaatsräsonâ. In: FAZ. Frankfurt 7. Oktober 2025, S. 2.
cite-note-4141. â FAZ: Rezension (2. Januar 2013)